Working the City
Skulpturale Intervention, Stein und Metall, 2007
Skopje war bis ins Jahr 1963 eine recht ansehnliche Stadt, voller prunkvoller Bauwerke. 1963 wurde durch ein Erdbeben 85% des Stadtkerns zerstört und in einer Ruck-Zuck UNO Hilfsaktion, an der sich angeblich 77 Länder beteiligten, wurde die Stadt wieder aufgebaut. Die Polen bauten das Museum für zeitgenössische Kunst, die Rumänen Krankenhäuser, die Bulgaren die Universal Hall und so weiter und so fort.
Der Japaner Kenzo Tange entwarf einen Masterplan für die Rekonstruktion Skopjes, der aber nie endgültig ausgeführt wurde. Stattdessen stehen überall in der Stadt, deprimierende Betonklötze und viele der Bauwerke waren sogar nur als vorübergehende Provisorien gedacht. Darüber hinaus, erbaute man einen Ring rund um den südlichen Teil des Zentrums, der sogar das Mikroklima der Stadt beeinflusst.
Die Oper von Skopje ist eines dieser Gebäude. Sie wurde von einem Slowenen entworfen und war ursprünglich für subtropisches Klima gedacht. Das futuristische Gebäude ist nur weniger Jahre alt und zerfällt trotzdem schon. Um den Wiederaufbau kümmert sich kaum jemand, was einerseits finanzielle als auch emotionale Gründe hat. Viele Hauptstadt-Mazedonier identifizieren sich nicht mit ihrer Architektur. Sie empfinden sie als Fremdkörper, der ihnen ohne Rücksprache von Anderen vorgesetzt wurde. Eine verflixte Situation, die den Eindruck erwecken lässt, als habe sich die Stadt mit dem Verfall als ihrem Schicksal abgefunden.
In meinem Projekt “Working the City” borgte ich eine Scheibtruhe, mit der ich mich von der Galerie weg zur Oper begab. Vor der Oper sammelte ich den Bauschutt der zerfallenen Oper ein und brachte ihn in die Galerie um damit eine Skulptur zu bauen. Das ganze wurde auf Video dokumentiert und ebenfalls am selben Abend ausgestellt.
Die Resonanz auf das Projekt überraschte mich. Zwei Zeitungen schrieben im Vorab darüber und ließen sich zu schmissigen Überschriften wie: “Künstler baut Skulptur aus dem Schutt von vor der Oper” hinreißen. Am Nachmittag, noch während des Aufbaus, kam ein Kamerateam um einen Bericht für die Abendnachrichten zu verfassen und heute war ein Fotograf der Presse da.
Am Nachmittag des nächsten Tages wurde die Skulptur abgebaut und der Schutt wieder zurück zur Oper gebracht. Der gesamte Prozess wurde mit Video dokumentiert.
Der Japaner Kenzo Tange entwarf einen Masterplan für die Rekonstruktion Skopjes, der aber nie endgültig ausgeführt wurde. Stattdessen stehen überall in der Stadt, deprimierende Betonklötze und viele der Bauwerke waren sogar nur als vorübergehende Provisorien gedacht. Darüber hinaus, erbaute man einen Ring rund um den südlichen Teil des Zentrums, der sogar das Mikroklima der Stadt beeinflusst.
Die Oper von Skopje ist eines dieser Gebäude. Sie wurde von einem Slowenen entworfen und war ursprünglich für subtropisches Klima gedacht. Das futuristische Gebäude ist nur weniger Jahre alt und zerfällt trotzdem schon. Um den Wiederaufbau kümmert sich kaum jemand, was einerseits finanzielle als auch emotionale Gründe hat. Viele Hauptstadt-Mazedonier identifizieren sich nicht mit ihrer Architektur. Sie empfinden sie als Fremdkörper, der ihnen ohne Rücksprache von Anderen vorgesetzt wurde. Eine verflixte Situation, die den Eindruck erwecken lässt, als habe sich die Stadt mit dem Verfall als ihrem Schicksal abgefunden.
In meinem Projekt “Working the City” borgte ich eine Scheibtruhe, mit der ich mich von der Galerie weg zur Oper begab. Vor der Oper sammelte ich den Bauschutt der zerfallenen Oper ein und brachte ihn in die Galerie um damit eine Skulptur zu bauen. Das ganze wurde auf Video dokumentiert und ebenfalls am selben Abend ausgestellt.
Die Resonanz auf das Projekt überraschte mich. Zwei Zeitungen schrieben im Vorab darüber und ließen sich zu schmissigen Überschriften wie: “Künstler baut Skulptur aus dem Schutt von vor der Oper” hinreißen. Am Nachmittag, noch während des Aufbaus, kam ein Kamerateam um einen Bericht für die Abendnachrichten zu verfassen und heute war ein Fotograf der Presse da.
Am Nachmittag des nächsten Tages wurde die Skulptur abgebaut und der Schutt wieder zurück zur Oper gebracht. Der gesamte Prozess wurde mit Video dokumentiert.